Pharmaserv Site-Master-Plan

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Herr Görge, wie kam es dazu, dass Pharmaserv einen Site-Master-Plan entwickelt hat?

Für einen Standort wie diesen ist es entscheidend, die Weiterentwicklung langfristig zu planen. Nur so können wir den Unternehmen hier dauerhaft und zukunftssicher die besten Bedingungen für Produktion und Forschung, aber auch für Mitarbeiterzufriedenheit geben. Wenn eines der Unternehmen – und wir sprechen über Pharmafirmen von Weltrang – ein neues Labor oder eine neue Produktionsstätte plant, können wir nicht sagen: Dann fangen wir mal an zu überlegen, was möglich ist. Nein, wir müssen schnell eine Aussage treffen können, wo und wie man die Bedarfe am Standort Behringwerke realisieren kann, sonst baut der Konzern eben woanders.

Und das ist durch den Site-Master-Plan möglich?

 Ja. In unserem Site-Master-Plan sind die Rahmenbedingungen festgelegt, wo was für welche Zwecke am besten gebaut werden kann – für Forschung und Entwicklung, für Produktion, Verwaltung und Logistik, aber auch für die notwendigen Infrastruktureinrichtungen wie Versorgungs- und Verkehrsanlagen.

Ist das alles verbindlich – also schon abgestimmt mit den Behörden?

 Ja, soweit das in einem Rahmenplan möglich ist, das ist ganz wichtig und war seinerzeit ein wesentliches Ziel. Wir wollten ja eine langfristige Planungsgrundlage für die Genehmigung von neuen Projekten schaffen und nicht jedes Mal neu anfangen müssen. Deshalb haben wir als Basis für den Plan sowohl die Landes- und Regionalplanung als auch die kommunale Bauleitplanung herangezogen, und bis heute sind wir von Pharmaserv regelmäßig mit den öffentlichen Verantwortlichen im engen Dialog. Dabei ist die Planungssicherheit – und damit die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen – die eine Seite. Es geht uns aber immer auch um die Schonung von Ressourcen und Region.

Pharmaserv Site-Master-Plan Behringwerke
Goerge Thomas Site-Master-Plan

Inwiefern?

Bei der Konzeption des Site-Master-Plans haben wir von Anfang an strikt darauf geachtet, wie Umwelt und Nachbarschaft bestmöglich geschützt werden können – wo beispielsweise Kaltluftschneisen und Frischluftzufuhr erhalten bleiben müssen, wie viel Wasser entnommen werden darf, wie Flächennutzung ökologisch kompensiert werden kann. Deshalb haben wir unseren Site-Master-Plan schon vor einigen Jahren durch den Energy-Site-Master-Plan ergänzt, den Energierahmenplan für den Standort Behringwerke.

Was steht in diesem Energy-Site-Master-Plan?

Unsere erklärten Ziele sind Ressourcenschonung und Klimaschutz durch die Minimierung der Nutzung fossiler Energie, und die haben wir im Energierahmenplan festgehalten. Wir planen auch in diesem Bereich vorausschauend, wenn wir etwa neue Kesselhäuser oder Leitungen bauen. Konkret setzen wir mittlerweile bei jeder Baumaßnahme auf regenerative Energien und achten auf die verbesserte Energieeffizienz – einerseits durch umweltschonende Bauweisen, andererseits durch technisch ausgereifte Verfahren. In diesem Rahmen legen wir jährlich neue Umweltziele für den Standort fest, die die Verringerung des Energiebedarfs im Fokus haben.

Kann man die Erfolge des Site-Master-Plans messen?

Die Unternehmen am Standort konnten ihre Prozesse seit Jahren ohne große Hürden optimieren, indem z. B. die Wege durch Konsolidierungen von Gebäuden verkürzt werden konnten. Neuentwicklungen und Erweiterungen konnten schnell und zielgerichtet umgesetzt werden. Der Anteil der Pharmaserv-Gebäude, die die von der Energieeinsparverordnung geforderte Energieeffizienz erreichen oder übertreffen, ist seit 2012 von etwa 16 % auf über 40 % gestiegen. Wir können auf jeden Fall sagen, dass die Entwicklung unseres Standorts sehr positiv verläuft, dabei sind der Site-Master-Plan und die damit entstandene Planungssicherheit auf jeden Fall wichtige Faktoren.

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