Marburg, 04.07.2008
Temperaturkalibrierungen auf höchstem Niveau
„Mit der Erreichung der Akkreditierung ist es Pharmaserv nun auch möglich, Kalibrierungen mit höchsten Genauigkeitsanforderungen auf Grundlage der DIN EN ISO/IEC 17025:2005 anzubieten", erklärt Peter Michael Weimar, Leiter Competence Center Engineering und Projektleiter bei Pharmaserv. Hierbei wird mit Temperaturfixpunkten gearbeitet, bei denen Gleichgewichtszustände bei Phasenübergängen von Reinststoffen (z.B. fest-flüssig) dargestellt werden können, um einen Temperaturbereich von -35 °C bis 150°C abzudecken. Der Dienstleister kalibriert bereits mehrere tausend Messstellen pro Jahr nach DIN EN ISO 9001:2000 in Deutschland und darüber hinaus auch zunehmend im europäischen Ausland.
„Wir möchten unseren Kunden, die überwiegend im pharmazeutischen Umfeld tätig sind, einen neuen Service bieten, bei dem die kundenseitig eingesetzten Prüfmittel im Labor von Pharmaserv schnell und hochpräzise kalibriert werden können", so Holger Stauß, Leiter des Kalibrierlabors. Die Verfahren in der pharmazeutischen Produktion erfordern, dass die eingesetzten Sensoren sowie die verwendete Messtechnik stets rückführbar kalibriert ist und dies lückenlos den Behörden nachgewiesen werden kann.
Thomas Janssen, Geschäftsführer der Pharmaserv, hebt die Akkreditierung als einen wesentlichen Meilenstein in der Weiterentwicklung der technischen Serviceleistungen für die Kunden des Dienstleistungsunternehmens hervor.

In der Wassertripelpunktzelle werden drei Aggregatzustände (fest, flüssig und gasförmig) von hochreinem Wasser - zur Darstellung des Wassertripelpunktes - erzeugt.
Begriffserklärungen:
Deutsche Kalibrierdienst (DKD)
Im System des Deutschen Kalibrierdienstes (DKD) führen Kalibrierlaboratorien aus Industrieunternehmen, Forschungsinstituten, technischen Behörden, Überwachungs- und Prüfinstitutionen Kalibrierungen durch. Diese Laboratorien werden von der Akkreditierungsstelle des Deutschen Kalibrierdienstes akkreditiert und überwacht.
Kalibrieren ist die Ermittlung des Zusammenhangs zwischen den angegebenen Werten eines Messgerätes (Messeinrichtung/Maßverkörperung/Wert eines Referenzmaterials) und den durch genaue Normale festgelegten Werten.
Der Kalibrierschein enthält den Messwert mit Angabe der jeweiligen Messunsicherheit. Es kann ggf. eine Aussage getroffen werden, ob eine Toleranzgrenze eingehalten wird oder nicht. Die Industrie fordert Kalibrierungen, um z. B. an verschiedenen Orten produzierte Teile problemlos miteinander verbinden zu können.
DKD-Kalibrierungen erfolgen für Messgeräte, Referenzmaterialien und Maßverkörperungen für die bei der Akkreditierung festgelegten Messgrößen und Messbereiche. Die ausgestellten DKD-Kalibrierscheine sind ein Nachweis für die messtechnische Rückführung auf nationale oder internationale Normale, wie sie von der Normenfamilie DIN EN ISO 9000 und der DIN EN ISO/IEC 17025 gefordert werden.