Marburg, 28.04.2011

Integrierte Lösungen in der Pharmalogistik

Dr. Nicola Spiggelkötter von Knowledge & Support aus Bad Harzburg gab zunächst einen Einblick in die Anforderungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen für kühlkettenpflichtige Arzneimittel. „Temperaturempfindliche Medikamente sind auf dem Vormarsch", stellte sie fest und führte weiter aus: „Wenn in der Kühlkette etwas schief geht, wird es sehr teuer." Schlechte Logistikqualität führe zu erheblichen Umsatzeinbußen. Deshalb sei eine lückenlose Aufrechterhaltung der Temperatur lebenswichtig.


Dr. Martin Egger, Leiter Logistik bei Pharmaserv, stellte anschließend den Warehouse-Service von Pharmaserv vor. Dieser sieht Wareneingang, Kommissionierung, Lagerung, Verpacken, Versandlabeling, Warenausgang und Transportservice meist Richtung Flughafen Frankfurt oder Luxemburg vor. Auch das Retourenmanagement zählt dazu. Im Multi-User-Warehouse M484 am Standort Behringwerke bietet Pharmaserv insgesamt 2750 Euro-Paletten-Stellplätze in den Temperaturbereichen 2 bis 8 Grad (1000), 15 bis 25 Grad (1750) und bis Minus 20 Grad (33 Quadratmeter) an.

Christoph Krug, Projektmanager Logistik bei Pharmaserv, gab einen Einblick in das Logistik-Konzept für temperaturgeführte Transporte. Der ganzheitliche Ansatz von Pharmaserv sieht vor, dass der Kunde einem einzigen Dienstleister alle Aufgaben überträgt: von speditionellen Fragen, über qualitätsrelevante Belange bis hin zur lückenlosen Einhaltung der Kühlkette und der Kostentransparenz.

Jens Colloseus, Pharmaserv-Projektleiter Automatisierung, präsentierte das umfangreiche Monitoringsystem von Pharmaserv mit seinen vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Holger Stauß, Pharmaserv-Projektleiter Qualifizierung, berichtete über Lager-Monitoring und Qualifizierung in der Kühlkette.


von links: Holger Stauß, Jens Colloseus, Dr. Martin Egger, Dr. Nicola Spiggelkötter, Christoph Krug - während der Podiumsdiskussion.

Fazit der Veranstaltung:
Lagerung und Transport dürfen die Qualität von Ausgangsstoffen und Arzneimitteln nicht verändern.
Nach einer kurzen Podiumsdiskussion mit den Referenten tauschten die Teilnehmer ihre Erfahrungen beim Mittagessen aus. Zum Abschluss des Tages wurde das Logistikzentrum M 484 besichtigt.

 

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